Klarheit

Schwierig was für Hier zu schreiben.

Über das, was mich beschäftigt, kann ich nicht blumig schreiben. Normalerweise will ich selbst die unangenehmen Sachen schön ausdrücken. Aber hiermit geht das nicht.

Ich werde meine Eltern und alle, die mich lieben sehr verletzen und das tut weh. Und Leid. Das zumindest ist verständlich, nicht wahr?

Wenn ich ausziehe, will ich die Lasten loslassen und mit Kurzärmeligen Shirts durch die Gegend rennen. Ich möchte gerne, dass meine Eltern sich keine Schuld geben und meine Schwestern mich nicht schräg von der Seite her ansehen. Kein rohes Ei und nicht verrückter als normal. Ich brauche keinen speziellen Beistand, das ist okay so. Ich denke, ich komme klar.
Ich möchte nicht anders gesehen werden, nur offen sein. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ganz ehrlich sein, zu denen, die mich kannten, bevor es sowas wie ein ICH gab.

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Spotify sagt, dass ich gerne Wintermusik höre.  Von Dillon zum Beispiel.

Ich glaube, das stimmt einigermaßen. Ich fühle mich etwas zurückgeblieben. In der Zeit. Wenn April vorbei ist, ist das schon ein Viertel des Jahres. Drei von Zwölf.

Vieel. Zeit. Viel. Zutun. Wenig, konkretes. zu sagen.
sozusagen Winter, Winter, Winter, Wind.

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Schon so lange hüte ich das Geheimnis. Jetzt habe ich niemanden mehr, der mir nah ist, mit dem ich darüber sprechen kann, der davon weiß. Niemanden.

Ich weiß, man ist nie allen, es gibt Kummernummern. Psychomenschen. Vertrauenspersonen…
Deren Wert will ich nicht mindern, nur ihre Unpässlichkeit für mich, will ich hervorheben.

Ich kann nichts schreiben, um meine Lage zu ändern. Ich muss es allen einzeln sagen und mit den Reaktionen klar kommen.

Warum? warum? warum?
Warum hast du nicht mit uns geredet? Warum? Warum hast du angefangen? Warum hab ich nichts bemerkt? Wann hast du angefangen? Warum? Warum erzählst du erst jetzt, nicht früher? WARUM!!!, warum Warum hast du das getan? Seit wann?

Oh Gott Oh Gott..  Warum? Warum?

 

Ich kann darauf nichts antworten. Habe darauf keine Antwort. Zu viele Antworten, du wirst sie alle hassen.

 

Es hat mir geholfen? Ich mochte es? Ich fand es entspannend? Ich fühlte mich, als wäre ein Gefühlsstöpsel gezogen worden. Als könnte endlich alles rausfließen.
Das tat es ja auch.
Es säuberte mich, als ich mich säuberte. Weißt du eigentlich, wie schön es aussieht, wenn Tropfen in Wasser fallen? Man kann es beobachten. Unterwasser. Oder, wenn es auch nur in eine Wasserlache tropft.

Es ist schön.

Und für mich war das der richtige Weg. Mindestens war es der Weg, den ich gegangen bin. Mit Sicherheit nicht der Einfachste, vorausschauend gedacht. Aber das habe ich nicht. Ich habe nicht gedacht, das war ja der Punkt. Das Ziel. -> Nicht denken.

Vielleicht habe ich doch eine Antwort auf ein W A R U M

Ich war zu jung für meine Gedanken, konnte sie nicht einordnen, oder wusste gar etwas mit ihnen anzufangen. Ich konnte sie noch nicht bündeln. Ich wusste nicht, wovon sie handelten. Ich wusste nichts und habe zu viel gehört und gesehen. Es ist mir zu viel passiert.

Dann hab ich den Stecker gezogen.

Mama, reden hilft nicht immer. Papa, du warst nicht Schuld.
Die Summe aller Umstände und wie sie auf mich trafen.
Außerdem hat es ja nichts geschadet. WIE KANNST DU SOETWAS SAGEN?
Hätte ich es nicht getan, wer weiß, was jetzt wäre. Vielleicht wär ich psychisch einfach total zerbrochen.
Der Körper ist nicht alles.
Schönheit ist an dieser Stelle sowasvon ScheißUNWICHTIG!
Es geht nicht um Rebellion!
Es geht nicht um Antikonformität!
Es geht nicht ums Abgrenzen!

Es geht um Ruhe und Stille und Gelassenheit und in meinem Fall auch um Faszination.

Ihr habt ebenso wenig daran schuld, wie an den Texten die ich schreibe und den Bildern, die ich male.

 

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