Kein Eingeständnis [trigger]

Ich verstehe, warum das nicht geht. Nach der Erklärung verstehe ich es. Es ist logisch. Klar. Es kann infiziert sein. Ist es nicht. Aber es nervt mich trotzdem. Man, mein Blut ist okay! Und jetzt stehe ich mir plötzlich selbst im Weg. Mensch, Mädchen.

Als Arzt muss man sagen, dass jemand, der sich verletzt, was dagegen tun soll. Zu einem Psychologen soll ich gehen, der soll mich reparieren.

Aber.
Es tut mir leid, es ist nicht so leicht. Keine Ahnung. Es fällt mir schwer darüber zu schreiben.Weiterlesen »

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Stromboli

Die Insel, die man Stromboli nennt, im Mittelmeer, nördlich von Sicilien aber noch nicht wirklich in der Nähe des  italienischen Festlands, ist 25 mal so klein, wie der eigentliche Vulkan.

Er bricht stetig aus, weshalb er ungefählich ist. Ein Problem wäre es nur, wenn der Druck sich stauen würde, wie beim Vesuv, der Pompeji unter Staub begrub.

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Es ist schön hier, die Strände sind schwarz… Das ist beeindruckend. Nach ein paar Tagen hat man sich trotzdem daran gewöhnt, auch an das gelegentliche Grollen deCAM00842[2]s Vulkans.

Einen Ausbruch kann man sich so vorstellen, dass sich oben ein roter Schein auf der stetig herausquellenden Wasserdampfwolke abzeichnet, [im hellen eine schwarze Wolke hastig hervorquillt] dann, wenn man Glück hat, sieht man bei Sonnenlicht schwarzes Gestein und bei Nacht rot glühende Tropfen herausspritzen. Wenn die dann wirklich groß sind, fallen sie nicht, so wie zumeist, wieder zurück, sondern rollen an einer Seite des Kraters herunter. An dieser speziellen Seite fällt der Krater mit perfekten 45 Grad ab. … schwarzer Staub bedeckt das Feld.

Würde man versuchen dadrüber zu laufen, würde man hüfthoch versinken, so fein ist die oberste Staubschicht. Und dann wäre man verloren, unbeweglich, inmitten eines schrägen schwarzen Meers ohne Boden, ohne Luft, mit ständiger Todesangst.

Vulkane sind faszinierend. Eine direkte Verbindung zu flüssigen Schichten der Erde.
Ein Beweis.

schwarz, erstickend, heiß.

Egalität

Schule war mir immer wichtig. Ich hab immer gelernt, für Arbeiten und hab meine Hausaufgaben gemacht. Ich war gut, und die Lehrer mochten mich. Mögen sie immernoch.

Aber ich lerne nicht mehr gezielt. Es ist alles irrelevant.. .

Oder sagen wir, alles ist … leiser. Gedämpft irgendwie. Meine Emotionen sind nicht mehr stark. Es fällt mir schwer sie auseinanderzuhalten. Ich spüre keine Aufregung mehr wenn ich allein im dunkeln im Park rumlaufe, oder wenn ich Leuten in der Bahn in die Augen gucke und sie zurückgucken. Gute Songs lösen nicht mehr diese Wellen aus, diese Gefühlswellen. Wenn ich nicht für Klausuren lerne habe ich kein schlechtes Gewissen.  Vorhin hab ich es trotzdem anderthalb Stunden lang versucht. Wirklich versucht mich darauf zu konzentrieren. Es ging nicht. Irgendwas in mir hat sich gesträubt.

Schmerz ist… kurzweiliger. Alles löst sich von der Ewigkeit, ich merke, dass nichts für immer anhält. Die Absolute sind weg.

Und Sachen, die mir früher wichtig waren sind jetzt Scheißegal. Schule ist mir egal. Obwohl ich so kurz vorm Abi bin. Mein Körper ist mir nicht so wichtig, ich achte nicht auf ihn.

Mir ist wieder schlecht.
Aber es ist mir egal.

Mir ist viel langweilig. Ich gucke Geschichten im Internet, unwichtige Videos und höre Herzlose Musik. Dadurch, dass ich mich nicht mehr so an die Schule kralle, oder mich von ihr krallen lasse, langweilt auch sie mich.

Alles verliert seinen Reiz.

Hm. Is egal. Auch Sonneplus und schreiben, eigentlich nicht wichtig für mich.

Ich weiß, dass das ungesund ist, aber es beunruhigt mich nicht.

Manchmal habe ich noch Angst, diese verrückte verrückte Angst. So deplaziert und plötzlich und irrational.

Aber alles außer Angst und Wut ist-

wie in Watte.

31.07.2017, 11:40:35

Ich vermisse mein Zuhause von ganz früher.

Schreiben hilft nicht.
Ich bringe nichts zustande.

Was soll ich schreiben? Es gibt nichts zu sagen. Es kam, wie ich es mir dachte. Zeitbombe. Ich war eine Zeitbombe. Bin detoniert…

Es gibt schon Dinge, die zu tun sind. Aber grad geht nichts.

Unrein, im unreinen bin ich. Es ist unangenehm.

Ich hätte meine Waffe gern noch immer. Aber ich hab sie weggeschmissen. Aufgegeben. Selbstverletzung war meine Art zu kämpfen, jetzt habe ich keine Möglichkeit der Verteidigung mehr.

Ich will mich auflösen.

16.07.2017, 19:08:42

Reaktionen

[Es geht darum, dass ich meiner Familie gesagt habe, dass ich mich über mehrere Jahre lang selbst verletzt habe.]

Die Lawine rollt.

Am Freitag reagierten meine Mutter, und meine kleine Schwester. Dann am Samstag meine Sippe in Weiterweg und heute mein Vater.
Noch auf der Liste: Mein/e Oma und Opa hier, und meine große Schwester.

Ich habe nicht das Gefühl, dass ich darüber schreiben müsste, tue es aber, weil dies ein wichtiger Entwicklungsschritt ist, den ich dokumentieren möchte.
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