Der Angst die Wattebällchen nehmen, die sie mir in den Hals stopft.

Ich könnte der Angst vor der Zukunft ihren Inhalt nehmen, indem ich mich entschließe, vorzuhaben auf dem Weg zu sterben. Das klingt erstmal krass, aber warte kurz mit deinem Urteil!Weiterlesen »

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Ausblick

Da bin ich wieder.

endlich. Habe ich wieder eine Tastatatur.
Es war eine lange Zeit ohne. Der letzte Eintrag war zwar erst vom QApril, aber es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Es ist ja auch viel passiert. mein Mimitbewohner ist ausgezogen und meine Schwester ein.

Ich schreibe ja oft um Gedanken zu sortieren. In letzter Zeit wäre das sehr wichtig gewesen, aber es ging ja einfach nicht. Gut, dass es jetzt wieder geht.

Ich habe meiin Abi gemacht, mit zufriedenstellenden 1,9 als Durchschnitt. Das ist okay. Die Prüfungen waren nicht so wunderbar, aber akzeptabel. Ich habe mich nicht wirklich gekümmert- man bekommt, was man verdient.


Und Jetzt?

Jetzt…….
Jetzt werde ich gehen. Wohin ist unsicher. Aber mir wird es gut gehen, ich bekomme und habe Geld, wenn es schlimm kommt stelle ich mich auf einen großen Platz und mache das, was ich von meinen Gauklern gelernt habe. Fächer spielen, vielleicht. Selbstgebastelte Fächer.

Das glaube ich zwar nicht, aber vielleiht wird es so.

Und ich werde die Zeit allein beginnen. Also trampen, ohne Ziel. Einfach los. Vielleicht richtung Frankreich. Vielleicht auch rechts vom Mittelmeer vorbei… Da muss ich durch ein paar riskantere Gebiete durch, aber ich glaube ich würde alles Überstehen.

Ja, es ist irgendwie krass, dass diese Zeit jetzt gekommen ist. So lange habe ich nicht daran geglaubt..  und so lange war es mein Lichtblick um zwischen den geschlossenen Türen und Fenstern und Köpfen in der Schule nicht zerquetscht zu werden.

Es war wirklich keine sonderlich glückliche Zeit, dieses letzte Jahr, nein.
Ich hoffte auf mehr.

Jetzt bin ich hier und muss mein mehr selbst in die Hand nehmen. Das ist aufregend, befreiend und schön, aber es macht mir auch Angst. Auf ins unbekannte, wo wilde schlangen mit Löwenköpfen und sich sanft wiegende Wasserpflanzen auf mich warten. Eigentlich warten sie nicht, ich werde einfach zu ihnen kommen, ohne dass irgendwer davon wissen könnte.

Wiedermal Körperliches

Heute Morgen habe ich in den Spiegel gesehen und da stand eine Frau in einem Kleid für Mädchen.

Ich habe Rundungen und Proportionen, die nicht mehr zu meinem Stil passen.

Ich fühle mich zu dick. Und oft anstatt schön bunt viel zu sexy.

Mein Körper ist mir voraus und das ist ein sehr seltsames Gefühl.

Ich habe nie ernsthaft gedacht, dass das passieren könnte, aber ich fühle mich fremd. Auf einer Informationsebene verstehe ich, warum Leute mich ansehen und ansprechen, aber ich fühle mich so klein und sehe so groß aus!
Das klingt naivbescheuert. Aber ich verstehe das alles noch nicht, ich bin noch nicht bereit dafür…
Dieses Spiel mit den Blicken und den Andeutungen.

Mein Körper strahlt etwas ganz anderes aus. Sogar manchmal meine Haltung.

Es macht mich ganz krank, dass ich nicht zusammenpasse. Und, dass meine Umwelt natürlich auf meinen Körper zuerst und dann auf mich reagiert. Das nehme ich ihr nicht Übel, das ist eben so. Und da kann sie auch nichts für. Trotzdem verunsichert es mich.

Es ist nur so komisch schon erwachsen zu sein. Das wollte ich einfach mal sagen. Und das fühle ich, obwohl es klingt, wie es eben tut, wirklich so.

So seltsam Brüste, Waden, Lippen und Augen zu haben, und ohne darauf zu achten, wie sie sich so machen, verändern sie sich. Ebenso seltsam ist es, dass mir diese Fraulichkeit so plötzlich auffällt. Eigentlich hätte ich den Prozess beobachten können.

Aber was mache ich denn jetzt?

Erstmal drüber schlafen…

Alexander und Linya//Ostern//Zukunft

Also seit Tagen sitze ich jetzt hier und lerne für Psychologie.

Und es geht mir wirklich okay. Das Wetter ist sehr schön, davon bekomme ich zwar nicht viel mit, aber es ist da und macht den Himmel blau. Und einen kleinen Teil davon kann ich auch durch die Äste der Kastanie und über den Dächern der anderen Häuser, die zum Hinterhof blicken, erkennen.

Meistens komme ich erst abends raus.

Aber es geht mir eigentlich wirklich okay.

Ostern war gut. Zuerst sehr anstrengend, in der Vorbereitung. Das ganze Kostüm nähen, die Stunden der Krisen, und der Organisation. Und dann nervenaufreibend, weil mich mein Part in der Show psychisch gestriffen hat, aber letztendlich kühlend. Es hat meine Seele angenehm gekühlt. Die Leute da zu haben. Jeden Abend neben Alexander zu schlafen. Und ich habe kein einziges Mal gefroren, trotz Schnee und Regen.

Dann habe ich erfahren, dass Alexander und seine Freundin nach acht Jahren nicht mehr zusammen sind. Das hat mich irgendwie getroffen…

Weil das schon wieder eine Beziehung ist, die zerbricht. Es ist nicht so, dass die beiden nie wieder miteinander reden werden.. trotzdem. Liebe hält nicht. Und eigentlich weiß ich, dass Menschen nicht für ewige Monogamie geschaffen sind, aber nun ja. Ich hoffe für andere, dass sie happy ever after sein können, aber alles spricht dagegen.

Wir wissen, dass aus Aschenputteln keine Prinzessinnen werden, wir glauben nicht an Magie und an Fabelwesen, aber an Liebe? Auch sie ist nur Teil der Märchen.

Alexander sagt, er würde Kraft aus der Trennung ziehen, dass er und Linya sich am Ende vielleicht nur in ihren Möglichkeiten gehemmt hätten, dass eine Beziehung immer auch einschränkt, ihre vielleicht mehr nahm, als gab und dass er seine neue Freiheit für sich und neue Projekte nutzen will.

Ob er es schon so richtig realisiert hat..? Er sagt, das hätte er.
Ich bewundere, dass er so positiv darüber denkt. Aber ja, er ist stabil- emotional.
Krass doll stabil. Das ist auch ein Grund, warum ich ihn so schätze..

Linya schreibt Nachrichten, sagt er, und dass das gut wäre. Dass es ihm nicht weh tun würde, sondern zeigt, dass er ihr nicht egal ist.

Es ist schwierig mit Paaren in dieser speziellen Freundesgruppe. Oft ist es so, dass dann einer nicht mehr kommt. Und das ist schade, denn ich will nicht sagen, dass ich Linya besonders vermissen werde, denn das wäre eine Lüge.
Ich mag sie nicht sehr. Immer, wenn sie da ist, fühle ich mich, als würde sie mich angreifen und ihr unterordnen. Vielleicht ist das nur Einbildung, aber ich könnte es mir schon vorstellen.. dass sie sich bedroht fühlte, weil Alexander mich so mag.
Wer weiß.

Sie wäre trotzdem ein Gruppenteil, das fehlen würde, denn sie gehört dazu, zu uns.

 

 

Was ansonsten gerade schwierig ist:
Wenn ich glücklich bin, beginne ich irgendwann an diesem Glück zu zweifeln. Ich vertraue der Umgebung nicht mehr und manchmal rutsche ich ab.
Ziemlich oft ist momentanes großes Glück auch mit tiefer Traurigkeit verbunden. Wehmut, vielleicht?

Abgesehen von meinem traurigen Glück und Zufriedenheit und meinem relativ erfolgreichen Voranschreiten im Abiturlernen habe ich Angst vor der Zukunft.
Meine Weltreisewegvonhierwünsche haben immer noch kein konkretes Ziel und die Zeit der Abfahrt rückt näher.
Es gibt so viele Möglichkeiten und ich müsste jetzt anfangen auszusortieren. Ich müsste mit der Zukunft anfangen.

Das werde ich auch, aber im Moment habe ich noch erwartende Furcht vor dem Ganzen.

Bis hierhin…
Vielleicht habe ich irgendwann mal wieder etwas Echtes zu erzählen, wirklicher und wichtiger, als mein persönliches Empfinden. Im Moment nicht 😉
~*Plus

Was mir im Kopf rumfleucht // Lotte

Ich habe gerade ein paar viele Dinge in meinem Kopf
Meine Untervermieterin zieht aus, und ich brauche entweder einen Mitbewohner, oder ich muss arbeiten.
Aber ich mache auch gerade Abitur und- das beißt sich.
Dann habe ich quasi nebenbei einen Babysitterjob bekommen, in einem Laden für Met. Aber wer weiß, ob die sich nochmal meldet.
Und ich habe mehrere Menschen, die mich mögen, glaube ich. Und viele wollen so viel, wie sie kriegen können von mir, das ist nicht so einfach, denn ich möchte niemanden verletzen und ich möchte mich nicht selbst aufgeben.
Ich habe noch keine festen Prinzipien, deshalb ist es sehr leicht mich zu Sachen zu bewegen. Das missfällt mir. Aber starke Menschen, die wissen, was sie wollen, konnten mir schon immer ihre Gedanken in den Kopf pflanzen..
Gosh, ich wäre so gut in einer Sekte
Einerseits übergebe ich die Kontrolle gerne an andere, andererseits habe ich, glaube ich, auch einen starken Selbstverwirklichungsdrang.
Dann ist da JB, der irgendwie mit mir befreundet sein will? Oder doch mehr?
Alexander, den ich liebe, Käfer, der mir aus den Händen gleitet, seit wir uns kennen gelehrt haben.
Ich weiß nicht, ob ich aufregend bin, oder die Aufregung bei anderen suche.
Ich bin in unterschiedlichen Konstellationen so verschieden, so sehr, dass ich den Boden unter den Füßen verliere
Und der Mittelpunkt zieht mich an, aber ich will nicht, dass andere das sehen. Ich möchte laut sein, aber nicht, dass andere das hören.
Eine Frau namens Lotte kalkuliert immer sehr stark mit ihrem Gesicht und ihren Brüsten, sie überlegt immer, wie sie ihren Körper einsetzen muss, um von Leuten zu bekommen, was sie will.
Das finde ich schwierig. Ich habe zwar auch ein Gesicht, und Brüste, aber ich will nicht immer darüber nachdenken, dass ich die habe.
Ich will eher den Zauber einer unmöglichen Situation spüren, als zu denken, aha. Der glotzt mich an, weil ich Boobies habe. Was kann ich von dem bekommen?
Es widert mich auf eine unbestimmte Art an, wie sie das macht.
Sie ist ne krasse Person, die ihre Reize einsetzt.
Aber nicht die Reize ihrer Person, sondern die, ihres Körpers.
Ich will nicht, dass die Leute meinen Körper sehen, sondern meine Seele.
Vielleicht kann ich mir deshalb nicht vorstellen mal eine monogame zu-zweit Liebesbeziehung zu führen.
Ich habe lieber richtig gute Freunde, die ich liebe, die mich lieben und bei denen unsere Körper keine Rolle spielen.

 

Sizilien,Italien, 21.Oktober’17

(Prolog: Wir sind in Italien. Auf Sizilien, dem Zipfel vorm Stiefel. Mir geht es nicht ganz so gut, wie sonst, kann sein, dass ich krank bin.
Die Straßen hier sind teilweise aus Speckstein. Es ist schon schön. Sehr warm.
Es passt nicht zu der Temperatur, dass ich huste und Kopfschmerzen habe.)

 

Wir fliegen über die Alpen, über Berge. Der Boden ist zerknautscht. Wir zerratschen Wolken, die fetzen lassen wir hinter uns. Rapide!Weiterlesen »

meine leichte Schwester

Das ist zum Beispiel passiert. Meine Psycholehrerin ist nicht sehr zufrieden mit meiner Nicht-Entscheidung, aber es ist nicht ihre, das versteht sie.

Abgesehen davon hatte ich ein wunderschönes Silvester, mit Feuerwerk auf umliegenden Dörfern, am Horizont. Mit Leuten, die ich sehr mag. Mit Alexander und Käfer und vielen anderen.

Meiner Schwester geht es immer noch nicht besser. Sie hat große Probleme zu sein, wer sie ist. Sie hat Probleme mit Ankern, die sie halten und ziehen. Gleichzeitig sehnt sich nach ihnen. Ihre Freundin ist so ein Anker. Ständig hadert sie damit, sich von ihr zu trennen.. alles wäre leichter.

Ja, Alles wäre leichter. Flatterhafter, unbeständiger, mit weniger Inhalt drin. Ohne Menschen, die uns lieben und brauchen, haben wir weniger Inhalt und sind leichter. Können leichter wegfliegen und alles aufgeben, neu anfangen. Wenn man nichts zum Zurücklassen hat, ist es egal wann und wohin man geht.

Manchmal muss man leicht sein. Verantwortung wiegt schwer. Gegenüber Leuten, die einen mögen hat man eine große Verantwortung.

Gleichzeitig wirkt es manchmal wunderbar entlastend gemocht zu werden.

Sie muss ihr Gleichgewicht finden.

Im Moment reitet sie auf Kamelen durch die Wüste.

recap

Nur weil es hier sehr still war und ich wenig geschrieben hab, in den letzten beiden Monaten, heißt das nicht, dass nichts passiert ist.

folgendes

-Ich habe mir einen Therapieplatz gesucht. Habe mit Psychotherapeuten gesprochen und mit meiner Psychologie-Lehrerin.

-Ich habe entschieden, dass es okay ist, wenn ich einen kleinen Bauch habe, ich muss nicht flach sein. Essen ist okay und ich werde es nicht zum Problem werden lassen.

-Ich habe entschieden, dass ich noch nicht bereit bin, für Therapie.

Das Monster. Es manifestiert sich, wenn ich über es spreche. Ich will es nicht. Ich will es nicht verlieren.

Das Monster macht meine Kreativität aus. Ich liebe es. Und wenn es mich hinüberzieht in seine Parallelwelt und ich weder atmen, noch mich bewegen kann merke ich wie isoliert und zugleich abhängig ich von der Außenwelt bin.

Ich liebe, was es mir gibt. Ich hasse, was es mit sich bringt.

da ist sie wieder.
diese altbekannte
hin- und herreißende
Ambivalenz ❤

Ich bin noch zu wenig ich selbst, als dass ich mein Monster gehen lassen kann.

Und weil ebendies das essenzielle Ziel einer Therapie wäre, werde ich diesen Schritt (noch) nicht machen. Wie in einer abusive relationship kann ich nicht loslassen. Das Monster ist meine Heimat, was wäre ich ohne es?

Allein in mir.

Glaube und Vertrauen

Teil meines selbstes und meines Problems ist es vermutlich, dass ich niemandem vertraue, an nichts glaube.

Ich bin mir einfach nicht sicher, jemals. Ob die Welt um mich herum wahr ist
oder ob das alles nur ein Traum ist.

Eigentlich ist das wirklich nicht wichtig, denn selbst, wenn alles nur lügt, empfinde ich Glück und Schmerz. Und meine Gefühle machen mich.

Für anderes lebe ich nicht.

Ich nicht Verstehen

Was ich nicht verstehe: komplexe Biologische Vorgänge, die es noch zu erforschen gilt Liebe Schönheit Gutes/Richtiges Schlechtes/Falsches Zufriedenheit Alles, was lange hält, oder die Menschen noch nicht wissen. Ich verstehe die Konzepte nicht. Ich kenne die Regeln, weiß was ich tun muss, aber ich kann ↑ all das nicht nachvollziehen.