Sizilien,Italien, 21.Oktober’17

(Prolog: Wir sind in Italien. Auf Sizilien, dem Zipfel vorm Stiefel. Mir geht es nicht ganz so gut, wie sonst, kann sein, dass ich krank bin.
Die Straßen hier sind teilweise aus Speckstein. Es ist schon schön. Sehr warm.
Es passt nicht zu der Temperatur, dass ich huste und Kopfschmerzen habe.)

 

Wir fliegen über die Alpen, über Berge. Der Boden ist zerknautscht. Wir zerratschen Wolken, die fetzen lassen wir hinter uns. Rapide!Weiterlesen »

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meine leichte Schwester

Das ist zum Beispiel passiert. Meine Psycholehrerin ist nicht sehr zufrieden mit meiner Nicht-Entscheidung, aber es ist nicht ihre, das versteht sie.

Abgesehen davon hatte ich ein wunderschönes Silvester, mit Feuerwerk auf umliegenden Dörfern, am Horizont. Mit Leuten, die ich sehr mag. Mit Alexander und Käfer und vielen anderen.

Meiner Schwester geht es immer noch nicht besser. Sie hat große Probleme zu sein, wer sie ist. Sie hat Probleme mit Ankern, die sie halten und ziehen. Gleichzeitig sehnt sich nach ihnen. Ihre Freundin ist so ein Anker. Ständig hadert sie damit, sich von ihr zu trennen.. alles wäre leichter.

Ja, Alles wäre leichter. Flatterhafter, unbeständiger, mit weniger Inhalt drin. Ohne Menschen, die uns lieben und brauchen, haben wir weniger Inhalt und sind leichter. Können leichter wegfliegen und alles aufgeben, neu anfangen. Wenn man nichts zum Zurücklassen hat, ist es egal wann und wohin man geht.

Manchmal muss man leicht sein. Verantwortung wiegt schwer. Gegenüber Leuten, die einen mögen hat man eine große Verantwortung.

Gleichzeitig wirkt es manchmal wunderbar entlastend gemocht zu werden.

Sie muss ihr Gleichgewicht finden.

Im Moment reitet sie auf Kamelen durch die Wüste.

recap

Nur weil es hier sehr still war und ich wenig geschrieben hab, in den letzten beiden Monaten, heißt das nicht, dass nichts passiert ist.

folgendes

-Ich habe mir einen Therapieplatz gesucht. Habe mit Psychotherapeuten gesprochen und mit meiner Psychologie-Lehrerin.

-Ich habe entschieden, dass es okay ist, wenn ich einen kleinen Bauch habe, ich muss nicht flach sein. Essen ist okay und ich werde es nicht zum Problem werden lassen.

-Ich habe entschieden, dass ich noch nicht bereit bin, für Therapie.

Das Monster. Es manifestiert sich, wenn ich über es spreche. Ich will es nicht. Ich will es nicht verlieren.

Das Monster macht meine Kreativität aus. Ich liebe es. Und wenn es mich hinüberzieht in seine Parallelwelt und ich weder atmen, noch mich bewegen kann merke ich wie isoliert und zugleich abhängig ich von der Außenwelt bin.

Ich liebe, was es mir gibt. Ich hasse, was es mit sich bringt.

da ist sie wieder.
diese altbekannte
hin- und herreißende
Ambivalenz ❤

Ich bin noch zu wenig ich selbst, als dass ich mein Monster gehen lassen kann.

Und weil ebendies das essenzielle Ziel einer Therapie wäre, werde ich diesen Schritt (noch) nicht machen. Wie in einer abusive relationship kann ich nicht loslassen. Das Monster ist meine Heimat, was wäre ich ohne es?

Allein in mir.

Glaube und Vertrauen

Teil meines selbstes und meines Problems ist es vermutlich, dass ich niemandem vertraue, an nichts glaube.

Ich bin mir einfach nicht sicher, jemals. Ob die Welt um mich herum wahr ist
oder ob das alles nur ein Traum ist.

Eigentlich ist das wirklich nicht wichtig, denn selbst, wenn alles nur lügt, empfinde ich Glück und Schmerz. Und meine Gefühle machen mich.

Für anderes lebe ich nicht.

Ich nicht Verstehen

Was ich nicht verstehe: komplexe Biologische Vorgänge, die es noch zu erforschen gilt Liebe Schönheit Gutes/Richtiges Schlechtes/Falsches Zufriedenheit Alles, was lange hält, oder die Menschen noch nicht wissen. Ich verstehe die Konzepte nicht. Ich kenne die Regeln, weiß was ich tun muss, aber ich kann ↑ all das nicht nachvollziehen.

vorbei gehen

Dinge, die vorbei gehen: Schule Zeit, die man bei Eltern wohnt Glücklich sein/traurig sein Wissen, was man will Zuneigung/Abneigung Sich sicher sein Sich unsicher sein Zusammen/allein sein Bekannt sein Bewusstsein Alles, was mit sein zutun hat.   [Ich werde hier vielleicht noch ergänzen. Dies sind meine ersten Gedanken. Fühle dich frei, deine eigenen kund zu […]

Zu Hause ohne rosarote Filterbrille

Ich bin bei meiner Schwester in Rostock. Sie arbeitet hier auf einem Weihnachtsmarkt. Sie schläft bei einer Freundin, die grade nicht da ist, und da hab ich auch übernachtet. Es ist angenehm schmuddelig.
…–

Es ging irgendwie darum, dass alle Kinder Traumata erleben, die sie im Prozess des erwachsen-werdens überwinden müssen. Egal, wie gut die Eltern sind.

Und mir sind so ein paar Sachen aufgefallen… Zum Beispiel meinte meine Schwester, dass wir beide nach der Trennung unserer Eltern unsere Mutter versucht haben zu entlasten, während unsere kleine Schwester eben noch kleiner war und sie die schwäche unserer Mutter eher … naja, eben -genutzt hat. Das ist normal in diesem Alter, doch wir wollten sie dann eben immer auf unseren, den rechten Weg führen.

Meine große hat sich immer versucht zwischen Mama und meine kleine zu stellen und ich habe versucht zwischen den Parteien zu vermitteln, weil ich so unter der Spannung litt.

Und jetzt wohnt sie bei unserem Papa und wird ganz anders, als wir wurden.

Und Das Ist Halt Echt Nicht Schlimm.
Nur es widerspricht meinem wunderbar wattigem Rückblickbild von „Zuhause“.

Kein Eingeständnis [trigger]

Ich verstehe, warum das nicht geht. Nach der Erklärung verstehe ich es. Es ist logisch. Klar. Es kann infiziert sein. Ist es nicht. Aber es nervt mich trotzdem. Man, mein Blut ist okay! Und jetzt stehe ich mir plötzlich selbst im Weg. Mensch, Mädchen.

Als Arzt muss man sagen, dass jemand, der sich verletzt, was dagegen tun soll. Zu einem Psychologen soll ich gehen, der soll mich reparieren.

Aber.
Es tut mir leid, es ist nicht so leicht. Keine Ahnung. Es fällt mir schwer darüber zu schreiben.Weiterlesen »

Stromboli

Die Insel, die man Stromboli nennt, im Mittelmeer, nördlich von Sicilien aber noch nicht wirklich in der Nähe des  italienischen Festlands, ist 25 mal so klein, wie der eigentliche Vulkan.

Er bricht stetig aus, weshalb er ungefählich ist. Ein Problem wäre es nur, wenn der Druck sich stauen würde, wie beim Vesuv, der Pompeji unter Staub begrub.

CAM00837[1]

Es ist schön hier, die Strände sind schwarz… Das ist beeindruckend. Nach ein paar Tagen hat man sich trotzdem daran gewöhnt, auch an das gelegentliche Grollen deCAM00842[2]s Vulkans.

Einen Ausbruch kann man sich so vorstellen, dass sich oben ein roter Schein auf der stetig herausquellenden Wasserdampfwolke abzeichnet, [im hellen eine schwarze Wolke hastig hervorquillt] dann, wenn man Glück hat, sieht man bei Sonnenlicht schwarzes Gestein und bei Nacht rot glühende Tropfen herausspritzen. Wenn die dann wirklich groß sind, fallen sie nicht, so wie zumeist, wieder zurück, sondern rollen an einer Seite des Kraters herunter. An dieser speziellen Seite fällt der Krater mit perfekten 45 Grad ab. … schwarzer Staub bedeckt das Feld.

Würde man versuchen dadrüber zu laufen, würde man hüfthoch versinken, so fein ist die oberste Staubschicht. Und dann wäre man verloren, unbeweglich, inmitten eines schrägen schwarzen Meers ohne Boden, ohne Luft, mit ständiger Todesangst.

Vulkane sind faszinierend. Eine direkte Verbindung zu flüssigen Schichten der Erde.
Ein Beweis.

schwarz, erstickend, heiß.