Ausblick

Da bin ich wieder.

endlich. Habe ich wieder eine Tastatatur.
Es war eine lange Zeit ohne. Der letzte Eintrag war zwar erst vom QApril, aber es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Es ist ja auch viel passiert. mein Mimitbewohner ist ausgezogen und meine Schwester ein.

Ich schreibe ja oft um Gedanken zu sortieren. In letzter Zeit wäre das sehr wichtig gewesen, aber es ging ja einfach nicht. Gut, dass es jetzt wieder geht.

Ich habe meiin Abi gemacht, mit zufriedenstellenden 1,9 als Durchschnitt. Das ist okay. Die Prüfungen waren nicht so wunderbar, aber akzeptabel. Ich habe mich nicht wirklich gekümmert- man bekommt, was man verdient.


Und Jetzt?

Jetzt…….
Jetzt werde ich gehen. Wohin ist unsicher. Aber mir wird es gut gehen, ich bekomme und habe Geld, wenn es schlimm kommt stelle ich mich auf einen großen Platz und mache das, was ich von meinen Gauklern gelernt habe. Fächer spielen, vielleicht. Selbstgebastelte Fächer.

Das glaube ich zwar nicht, aber vielleiht wird es so.

Und ich werde die Zeit allein beginnen. Also trampen, ohne Ziel. Einfach los. Vielleicht richtung Frankreich. Vielleicht auch rechts vom Mittelmeer vorbei… Da muss ich durch ein paar riskantere Gebiete durch, aber ich glaube ich würde alles Überstehen.

Ja, es ist irgendwie krass, dass diese Zeit jetzt gekommen ist. So lange habe ich nicht daran geglaubt..  und so lange war es mein Lichtblick um zwischen den geschlossenen Türen und Fenstern und Köpfen in der Schule nicht zerquetscht zu werden.

Es war wirklich keine sonderlich glückliche Zeit, dieses letzte Jahr, nein.
Ich hoffte auf mehr.

Jetzt bin ich hier und muss mein mehr selbst in die Hand nehmen. Das ist aufregend, befreiend und schön, aber es macht mir auch Angst. Auf ins unbekannte, wo wilde schlangen mit Löwenköpfen und sich sanft wiegende Wasserpflanzen auf mich warten. Eigentlich warten sie nicht, ich werde einfach zu ihnen kommen, ohne dass irgendwer davon wissen könnte.

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Beatmungsgerät in der Bahn

Was ist das? Ist es ein Radio? Aber wozu dann die Gasmasken?

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Wenn ich nicht mehr weiß wohin, und nicht nachhause kann, setze ich mich normalerweise in die Bahn und lass mich durch die Stadt chauffieren. Heute konnte ich noch nicht klar denken. Und es war zu früh um nach hause zu gehen.
Also ab in die S-bahn.
Los gehts.
Ich setz mich in irgendeine Ecke, lasse alles vorbeiziehen.
Nur, heute war etwas anders. Es waren nicht nur Menschen hier, nicht nur fleckige Polster und leergesoffene Bierflaschen. Neben mir, auf der anderen Seite des Ganges.
Stand eine Tasche. Schwarz. Reißverschluss. Unauffällig. Wichtig. Anziehend.

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