Ich will-Weltliebe

Seit ich Tagsüber mehr schlafe möchte ich nicht mehr aufwachen.

Ich will einfach dort bleiben.
Im Dämmerlicht.
Nur unterschwellig an die Realität erinnert werden.

Einfach für immer zwischen den Menschen sein, die ich vermisse und
einfach für immer unter den riesigen Blättern des Urwalds
tanzen.

 

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Ich will – bis ich sterbe – so oft staunen wie ich kann und nichts zweimal sehen.

Nur was mich nicht verlässt, wer mich nicht verlässt.
Was und Wen ich willentlich nicht verlasse.
Dies. Will ich immer vor Augen haben. Und in !ewigem Glück. wissen.

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Ich will, dass ich Liebe für jeden Augenblick spüre.

-Liebe in jedem Augenblick von mirauf die Welt absondern.

Ich will alles, was mein Auge erblickt, was meine Haut spürt.
Alles, was ich einsauge und ausspeie.
Alles will ich lieben.
Was mein Trommelfell in Schwingung versetzt soll auch mich beschwingen.
Ich will alles lieben.

Und ich will, dass alles mich liebt.
Ich will dieses Gefühl atmen, so INTENSIV wie ich es nur im Schlaf kann.

Ich will für immer schlafen.
Ewigkeit ohne Konsequenzen.

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Bloggingkurs. How to: Pilze sammeln

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Use one of the images above as the creative spark for today’s post!

Ich schreibe über das oberste linkeste.

Früher, als ich noch in die Grundschule ging, von meiner Oma das Zehn-Finger-Schreibsystem und von meinem Opa Englisch lernte, fuhren wir auch manchmal am Wochenende zusammen an einen See, und sammelten dort Pilze.
Es war schön, draußen zwischen diesen speziellen Waldgerüchen rumzustampfen und nach und nach ziemlich normal für mich.

Inzwischen hat sich mein Horizont etwas erweitert und mir ist klar, dass nicht jeder Mensch, besonders zu dieser Zeit, jemals Pilze gesammelt hat.
Klar, einerseits ist es ziemlich stumpf durch einen Wald zu laufen, mit einem Messer und einem Korb und kleine komische Gewächse auf dem Boden abzusägen und später in einer Pfanne zu einem schleimigen Brei anzurühren, aber es hat was meditatives. Und außerdem ist es witzig.
Also, so geht Pilze sammeln:

Man fährt in einen Wald in der Umgebung, wenn möglich sollte es vor kurzem geregnet haben und eventuell irgendwann im Herbst sein. Ungefähr dann, wenn es nasslauwarm ist, aber noch nicht gefroren hat und man sich vorstellen kann, dass Schimmel seine beste Zeit im Jahr hat.
Schimmel ist ja auch nur ein Pilz.
Man fährt also, wenn möglich, mit einer Gruppe in den Wald, stattet einander mit geflochtenen Körben und kleinen Messern, Gummistiefeln und eventuell Pilzbestimmungsbüchern aus und verteilt sich.
Dann richten alle ihren Blick auf den moosigen Boden und gucken an den unmöglichsten Stellen nach den begehrten Gewächsen. (unter Blättern, in Baumstümpfen, unter Laubhaufen, in der Erde vergraben- verhaltet euch wie Wildschweine, und wühlt einfach alles um, dann findet ihr schon was!)
Nach kürzester Zeit wird irgendwer schreien ICH HAB EINEN! Daraufhin rennt alles in des schreienden Richtung um seinen Fund zu begutachten, und eventuell fachmännische Kommentare abzugeben, wie -Ah, da hat schon ein Reh dran gefressen- oder -den können wir nicht essen, guck doch mal, der hat Lamellen!-
Meistens findet man wirklich Pilze, die dann nicht essbar sind. (Wenn überhaupt) Abgesehen davon, entdeckt man natürlich noch allerhand Waldzubehör, was keine Pilze und auch nicht annähernd so appetitlich ist. Zum Beispiel halbtote Vogelbabys, unidentifizierbare Knochen (bestimmt MENSCHENKNOCHEN!!), riesige Schädel, Zähne, Federn, coole Stöcker…

Viel Glück!

~*Plus

PS: Je jünger man ist, desto cooleres Zeug findet man.

 

 

für-mich-SCHÖN

Es gibt.

Töne, die aus Bildern gemacht sind. Worte, die meinen Bauch verkrampfen. Orte, die frei sind, ohne groß zu sein.
Es gibt Unkraut, das es zu pflegen wert ist.
Bücher, die aus Sonne, Wind und Meer bestehen. Stoffe, lassen mich durch die Zeit sehen, weil sie immer noch vor Jahren um meinen Kopf wehen. Es gibt Bäume, die unversehrt und unbeschwert sind und doch eine tiefgeschnitzte Botschaft tragen. Es gibt eingezäunte Liebesorte. Es gibt ein Geräusch voller Schläfrigkeit. Menschen, voller Narben und welche voller Leben. Und Menschen voller Liebe und welche voller Sprudelwasser.

Für mich.

Für mich gibt es ein Lied, dass ist wie die fünfte Klasse. Gibt es einen Satz, der mich erbrechen lässt. Für mich gibt es eine Kammer voller Wunder.
Es gibt Knoblauchdünger. Für mich gibt es Urlaubsbücher. Gibt es Drachenflügeltücher. Für mich gibt es Gitterstäbe um Schmetterlingsflattern. Für mich gibt es Schlaflied-auto-rattern. Für mich gibt es Leidensgenossen und Lebensgefährten und Liebesopfer und Kreativitätsschöpfer.

Aber all diese Dinge, die mir so viel sind, die sind dir so anders. Sie sind anderswertig. Weniger, minderwichtig.
Was fängst du mit einer zerdrückten Bierdose an? Ich lache, und erinnere mich. An einen Zauberer, den ich liebte.
Eine Bierdose ist schön für mich. Ganz besonders, wenn sie eingedellt ist.

 

~*Plus