Blogging Kurs: Tägliche Inspiration

(Immer mal wieder guck ich in den Englischsprachigen Teil von WordPress. Da ich mich noch nicht wirklich mit den Dynamiken und Funktionen von dieser Umgebung auskenne, bin ich immer wieder überascht, was es da für cooles Zeug gibt.)

„Today, tell us: why do you write?“

Ich hab das zwar schon beantwortet, aber vielleicht kann ich es in neue Worten fassen.

Ich habe, seit ich es konnte, geschrieben(mit schrecklichr Rechtschreibung, und Zeichensetztung),
zuerst weil ich sollte,
dann weil ich musste
und dann hab ich jede Gelegenheit dazu genutzt,
weil ich es wollte.
In Diktaten war ich unglaublich schlecht. Wenn wir in Klassenarbeiten eine Geschichte schreiben sollten (höchstens 200 Wörter) dann bildeten sich in meinem Kopf blumigste und ausgeklügelste Gedanken a la „Ein Mädchen wohnt in einem Pferd und hat aber auch eins geheiratet und dann kommt ein Mann mit einem Mantel und will sie berauben und dann springt sie auf ihr Pferd (aber die sind gleichberechtigt) und dann springt das aus dem Fenster und fliegt zum Mars.“

Dieses Geschichten erfinden hat natürlich auch auf mündlicher Basis stattgefunden, und dann war nicht ich es, die schrieb, sondern meine Oma, bis heute dokumentiert sie die Ideen von mir und meinen Schwestern.

Damit wären wir bei meiner Familie, die mich in meinen Fantastereien immer unterstützt hat.

Alles in allem glaube ich, dass jedes Kind Geschichten erfindet und manche schreiben sie auf, andere malen und manche behalten sie im Kopf oder vergessen sie ganz. Ich habe sie auch nur teilweise aufgeschrieben, denn nach gewisser Zeit wurde mir mit nur einer Geschichte schnell langweilig und ich hab eine andere angefangen.
Auch jetzt fällt es mir schwer, an einem Thema dran zu bleiben, deshalb ist mein Blog so undurchsichtig und ziellos, aber das passt ja eigentlich zu mir.

Den Blog hab ich trotzdem erst vor einem Jahr angefangen. Warum?
Weil es nicht nur Geschichten aufzuschreiben gab, sondern auch meine Geschichte.
Die ist eigentlich nicht so krass, aber jeden Menschen beschäftigt seine Geschichte, seine Vergangenheit und manchmal belastet sie auch.
Und um nicht alles in mich hineinzufressen (ich esse während ich schreibe trotzdem ständig Schokolade) hab ich es eben rausgelassen und zusätzlich zum Farbe-auf-Dinge-machen und Sachen-totalbescheuert-zusammenzufügen (mithilfe von VIEL Klebeband) ging das eben auch mithilfe von Worten.

Also kam ich nach einer langen Zeit des nur-wegen-der-Schule-schreibens wieder zurück auf meine heißgelieten Binde-Striche, die hochheiligen Neologismen und endlose Buchstabengebilde.

Und sie haben mich aufgenommen und festgehalten und beschützt und das tun sie verdammt nochmal auch jetzt noch.

Wenn ich nichts mehr habe, hab ich noch meine Sprache und mein Wissen.

~*Plus

Körpertransfusionskammer

Durch die Übertragung meines Bewusstseins in eine Maschine.. wie würde ich mich verändern?

Eine Geschichte über die Erfahrung einer Frau namens Marie in einer Zeit, die nicht Heute ist.

Marie stellt sich in die Bocry-TfK (Transfusionskammer), zurrt die Riemen fest und drückt auf den großen grünen Knopf. Die Steuerung des Roboters, in dem sie steckt hackelt noch ein wenig. Dafür bekommen sie Punktabzug. Sie sollten wirklich die neuronale Verbindung nochmal überarbeiten. So kommt mir das Ding nicht auf den Markt.
Marie testet neue Körper. Weiterlesen »