Der gleißende Weg. . .

Von ÄLTEREN und JÜNGEREN

Der Weg brennt, in den Augen.

Es hat geregnet, immer noch umfängt mich ein klammer Nebel. Wie noch ruhiges Herzklopfen. Leise, aber schon knisternd.

Die Sonne strahlt goldene Strahlen- und wie zischend reflektiert die Straße das Licht.

Gestalten aus der Zukunft kommen mir entgegen. Erst nur dunkel, Umrisse, Schemen.

Ich kann sie gar nicht richtig ansehen, so sehr schmerzt der Blick nach vorne.

Wenn sie an mir vorbei schreiten(, oder ich an ihnen vorbei schwebe?) blicken wir einander in die Augen. Sie erzählen mir von einer anderen Welt. Wie sie mich ansehen, so sehen sie ihre Welt. Obwohl auch ich den gleichen Weg ging, sehen sie ihn anders. Obwohl sie ihn anders sahen, ist die Welt, von der ihr Blick erzählt meiner nicht fremd.
Ich kenne deine Augen.

Die Zukunftler sehen meine Vergangenheit. Die ganze Zeit schon, in der ich sie nur erahnte, musterten sie mich.

Sie sehen mich erleuchtet. Ich wurde angestrahlt. Vom Weg und von der Sonne.

Nie seht ihr dass, was vor mir liegt.

Ich sehe es auch nicht.

Doch ich weiß, dass es weh tut, schön ist, überwältigend und einmalig.

Alles ungewiss. Manchmal muss ich die Augen schließen um nicht umgeworfen zu werden, zu viel Wissen, zu viel Licht macht schwindelig.

Ahnung vom eigenen Weg, und auch von anderen. Sehr intensiv.

Ich kann nicht alle Geschichten von Welten, die meiner ähneln, vertragen. Manchmal muss ich die Augen schließen, weil es schmerzt deinen vergangenen Weg zu sehen. Auch, wenn du auf mich zu kommst und gesehen werden willst. Manches glitzert oder glänzt. Anderes brennt und brennt und brennt und brennt und brennt.
Wenn du mir von deinen Schritten erzählst, wie du immer wieder um Haaresbreite dem Abgrund entkommen konntest. Und nie etwas gegen das einbrechen, das abbrechen tun konntest. Es mir leid, dass ich es nicht vertragen kann.

Wenn du auf mich zu kommst und ich nur ich bin, siehst du meinen gegangenen Weg.

Siehst in meinen Augen alles, was noch kommt.

Du kommst aus der Zukunft und kennst ihn schon.
Du bist ihn gegangen, und ich sehe ihn in dir. Erzähl mir, von dir. Auch, wenn ich es nicht immer aushalte den verbrannten Weg anderer zu kennen.

Von Zeit zu Zeit findet man etwas besonderes. Erkenne es an.

Erkenne es, wenn andere ihren Weg für dich beleuchten.

Oder ihre Zukunft leuchten lassen. Oder deinen Weg erhellen.
Durch den Nebel hindurch sieht man das Leben. Erahnt die Schatten der Zukunft.

Wenn ein Weg so sehr gleißt, dass es in den Augen schmerzt, dann ist das etwas besonderes. Ein Grund, den Menschen tief in die Augen zu sehen und den Nebel zwischen Gedanken und Personen zu genießen.

Nebel und Licht.

Leben nud Tchil.

[Beine] rasieren

Als ich anfing mich als Mädchen zu fühlen, und nicht mehr als Kind, begann ich unter anderem auch damit, mir die Haare an den Beinen, teilweise an den Füßen, zu entfernen.

Ich wusste nicht so richtig, wie ich meine Mutter nach Utensilien fragen sollte, also benutzte ich zuerst heimlich ihre Klingen. Dann traute ich mich irgendwann einmal in eine Drogerie und kaufte mir selbst welche.
Dit war vielleicht ne Überwindung!
Zu der Zeit ungefähr kaufte ich mir auch klebrige Glitzerpampe für die Lippen, und zusammengepresstes Pulver für die Augenlider. Wässriges Schwarz für die Wimpern.
Sprich:Schminke.Weiterlesen »

Blogging Kurs: Mach ne Liste

Ich mag keine Listen. Auch wenn sie das vielleicht garnicht wollen, priorisieren und ordnen sie alles.
Und Ordnung ist nicht gerade mein Spezialgebiet, deshalb komme ich mit Listen nicht zurecht. Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht.
aus Prinzip.
Ich find die ungeordnete Anordnung von unterschiedlichen Aspekten keines festen Themas um einen willkürlichen Punkt cool.

Aber gut, Challenges sollen ja herausfordern…

„Today, let’s write a list.“ Weiterlesen »

Zwischenzeit

Zwischenzeit
Zwischen Zeitpunkten
sitz ich allein am Rand des periphäen Bewusstseins
Ich sitze hier und warte
darauf dass die Zeit vergeht.

Ich warte auf die Bahn.
Ich warte auf den Wind.
Ich warte auf den Spaß.
Ich warte auf den nächsten
Zeitpunkt.

Und in der Zwischenzeit?
In der Zwischenzeit sehe ich die Welt am Rand des Seins
vorbeiziehen.
In der Zeit zwischen der Zeit, was tu ich?
Zwischen den Punkten geh ich punkten.
Ich mach mir Freunde
und Welten in meinem Kopf. sortiere, archiviere, verwüste sie wieder.
Ich schrei in die Welt, dass mir langweilig ist.
Frag jeden, den ich kenne, wo er grad ist.
Ich käpfe verbittert darum, mehr Zeitpunkte zu aquirieren
und die wertlose Zeit in der nichts passiert zu minimieren!
Zwischenzeitlich versinke ich in Geschichten, die nicht meiner eigenen Endsprechen, die mir gefallen und vom Licht ins dunkel bringen berichten.
Ich warte auf den passenden Augenblick, auf das richtige Jetzt, auf den Augen-Blick.

Doch er kommt nicht.
sicher, ich hab nen Knick in der Optik, denn jetzt müsste es doch mal so langsam losgehen mit dem Spass. Und all den auf deiner Timeline aufgereihten Zeitpunkten.
Doch all die Versprechen sind im Eifer des Zeitgefächts vergessen und ich bemerke nicht, wie mir seitlich der Sinn wegrutscht, und er für immer verloren geht.

Was mache ich in der Zwischenzeit?
Ich muss sie nutzen.
muss sie ausfüllen
ich muss leben
weil meine Zeit knapp wird!
und weil ich Angst habe unterzugehen.

Jetzt ist der Ball ins Rollen gekommen und ich bleibe erstmal nicht mehr stehen.

Meine Zeitpunkte verkrümmen sich, doch die langersehnte Erlösung aus der Langeweile der Zwischenzeit kommt einfach nicht. Letztendlich ist sie vorbeigegangen. Die Zwischenzeit. Der Zeitpunkt hat punktuell mein Hirn angeregt, mich wach gemacht und nun ist er vorrüber. Meine Denkmaschine schaltet wieder in den Schlummermodus.

 

Eine Neue Zwischenzeit, steht zur Belustigung bereit. Sie hat sich neu eingenistet. Ist sie es wert vertrieben zu werden? Für kurze Augenblicke der parziellen Heldenhaftigkeit? Für kurzbemessene Zeitabschnitte voller einsamer Zweisamkeit.

Allein zwischen den Zwischenzeiten liegen zwei Zeitpunkte. Ineinander verschlungen und am Ende verschlungen vom Zwischenzeitmonster. Daraus entsteht ein knallendes Blitzgewitter, das man auch Leben nennt.

 

Die Angst eines Zuvieldenkers

Ich habe Angst,
dass ich irgendwann nur noch in Zitaten spreche.
Dass ich irgendwann nicht mehr Ichselbst bin,
sondern nur noch meine Helden imitiere.

Ich habe Angst,
dass ich mich in den Geschichten vergesse und dann in einer grauen Welt
schonwieder
erwachen muss.

Ich habe Angst,
dass ich irgendwann nur noch ein Dublikat meiner selbst bin.
Und dann natürlich nicht mehr ich.

Ich habe Angst,
dass ich nur die Idee eines anderen bin.
Oder eine Protagonistin vom bekanntesten Showmaster ever:
Gott
Ich habe Angst,
dass ich irgendwann Ideen habe,
die nicht mehr meine sind,
sondern nur noch ungekennzeichnete Zitate.

Ich habe Angst
vor der Zukunft,
damit auch vor Vergangenheit,
weil Jetzt aus der Zukunft wurde und sich
in Eben-gerade
verwandelte.
DA! Schon wieder! hast du es bemerkt?

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Wenn ich nicht mehr ich bin, wer nimmt dann meinen Platz ein?
Glaubst du wirklich du wärst wichtig genug, als das jemand dich ersetzen müsste?

für-mich-SCHÖN

Es gibt.

Töne, die aus Bildern gemacht sind. Worte, die meinen Bauch verkrampfen. Orte, die frei sind, ohne groß zu sein.
Es gibt Unkraut, das es zu pflegen wert ist.
Bücher, die aus Sonne, Wind und Meer bestehen. Stoffe, lassen mich durch die Zeit sehen, weil sie immer noch vor Jahren um meinen Kopf wehen. Es gibt Bäume, die unversehrt und unbeschwert sind und doch eine tiefgeschnitzte Botschaft tragen. Es gibt eingezäunte Liebesorte. Es gibt ein Geräusch voller Schläfrigkeit. Menschen, voller Narben und welche voller Leben. Und Menschen voller Liebe und welche voller Sprudelwasser.

Für mich.

Für mich gibt es ein Lied, dass ist wie die fünfte Klasse. Gibt es einen Satz, der mich erbrechen lässt. Für mich gibt es eine Kammer voller Wunder.
Es gibt Knoblauchdünger. Für mich gibt es Urlaubsbücher. Gibt es Drachenflügeltücher. Für mich gibt es Gitterstäbe um Schmetterlingsflattern. Für mich gibt es Schlaflied-auto-rattern. Für mich gibt es Leidensgenossen und Lebensgefährten und Liebesopfer und Kreativitätsschöpfer.

Aber all diese Dinge, die mir so viel sind, die sind dir so anders. Sie sind anderswertig. Weniger, minderwichtig.
Was fängst du mit einer zerdrückten Bierdose an? Ich lache, und erinnere mich. An einen Zauberer, den ich liebte.
Eine Bierdose ist schön für mich. Ganz besonders, wenn sie eingedellt ist.

 

~*Plus

Leben

Ist es nicht erstaunlich?

Diese Komplexität, die Energie!

Diese wunderschöne Bewegung.

So langgezogen wandelt sich die Kraft.

In allem, was ich sehe

entspringt sie überall

und wir sitzen mitten im Quell.

Die Kraft prasselt auf uns nieder

und kitzelt unter der Haut.

Wir beide sind Teil des Flusses

und müssen nichts weiter tun

Nunja, vielleicht hinsehen.

Diese Kraft- Diese Energie! Diese Bewegung~

so wunderschön.

Zauberei.

Leben.

Wer kann mir erzählen, dass es keine Zauberei ist, dass das Weidenkätzchen so weich ist. Weiterlesen »

Die Welt voller Blinder

Eine Tür knallt. Ich öffne die Augen. Schiele. Blinzel. Ich schiele immernoch, so langsam sortieren sich meine Augen. Diese Beine, die an meinem Körper festgettackert sind sehen von hier oben so dünn aus. Ich bin nicht sicher, ob ich sie bewegen kann. Es muss doch jemand durch die Tür hereingekommen sein? Hoffentlich will er nicht vorbei, dann müsste ich meine Beine wegziehen. Sie würden nicht von allein bei mir bleiben, ich müsste sie festhalten ich weiß nicht ob ich das schaffe. blinzel.Weiterlesen »