ichwieder pt.2

Schon wieder verfalle ich in Muster. Meine Muster. Zwei Monate ging es gut. Ich bin in Momenten, in denen ich in einer Wolke auf einem Hügel am Meer stehe wirklich glücklich. Wirklich. Das strömende Gefühl ist zurück und es hält an, aber jetzt.

Es ist nicht genug. Jetzt ist es nicht genug.

Ich wusste, dass meine Probleme mit mir mitreisen und dass wir uns wieder sehen würden. Dafür scheint es jetzt Zeit zu sein.

Der Typ gestern meinte, es gibt immer einen anderen Weg, als sich zu verletzen und er hätte lange Depressionen gehabt und dann eine gute Therapie gefunden und dann gings ihm besser.

Aber ist das nicht schon gut, das alles hier? Und alle reden immer davon meine Probleme zu lösen. Was denn für Probleme?

Ich bin ich. Mit allem was ich bin und ich will mich nicht lösen.

Ich verstehe das nicht. Was eine Therapie macht. Nimmt sie mir meine Wut und meine Angst und meine Fragen und verschwinde ich im seichten okay sein? Wäre das nicht etwas Gutes?

Nein, ich hasse es wütend zu sein, auf alles und jeden, aber das ist doch ein teil von mir. Ich will nicht, dass ich mir gestohlen werde. Was übrig bleibt. Was bleibt übrig?

DAS IST SCHON WIEDER DASSELBE

Wenn mich nicht mal eine andere Lebensweise auf andere Gedanken bringen kann, was dann? Wenn ich immer noch, immer wieder, gelangweilt werde. Was soll ich dann tun? Was kann ich tun?

Aus dem Kreis konnte ich ausbrechen, aber es ist ein Unendlichzeichen.

Es ist irgendwie nicht genug. Weg sein, ist nicht. Weg von sich selbst kann man nicht sein. Abstand nehmen. Alleine sein ist eher Nähe zu sich selbst. Und das ist okay, oder?

Die Leute sagen immer, dass ich ja so jung bin. Aber das stimmt nicht. Ich bin im Moment am ältesten. Immer. Und dass man mir sagt, dass ich einfach Zeit brauche, ist extrem unbrauchbar.

Es tut mir leid, dass dies nicht das Licht am Ende des Tunnels ist. Es tut mir für mein junges Ich Leid. Das Problem ist wohl, dass man im wirklichen Leben nicht beim Ende der Geschichte innehält, sondern auch später noch lebt. Man hält nicht an, wenn es einem gut geht. Man hält nie an, subjektiv.

Ich kann nicht aufhören oder Pause machen. Ich kann mich nicht von mir selbst entfernen und ich kann mich nicht lösen.

Als würde man versuchen im Spiegel an sich vorbeizusehen. Ganz ganz nah vor sich selbst stehen, versuchen sich zu zeichnen, Zentimeter von sich entfernt.

Eine Aufgabe, die mir niemand erklärt. Ich bin in einem Raum und vielleicht ist die Aufgabe raus zu kommen, vielleicht ist es auch meine Zehnnägel zu schneiden, und es gibt kein danach. Wenn ich es schaffe das Problem zu identifizieren und schaffe es zu lösen, dann stehe ich immer noch hier.

Was ich fühle, ist eine Unmut über etwas ungreifbares. Vielleicht das Unverständnis über Leben. Es fühlt sich an, als würde mir das Fragewort fehlen. Wie passt nicht, Was trifft es nicht, Warum ist zwar spannend aber nicht, was ich suche.

Ist unser denken durch unsere Sprache limitiert?

Vielleicht brauche ich einfach ein neues Wort um anfangen zu können.

Advertisements

Kreisfragen∅

Ich habe darüber geredet… Es wird immer ein Problemgespräch.

Ritzen ist zwar nicht das Problem, aber es ist, wie sich das Problem äußert. Und die eigentliche Schwierigkeit ist es, es mit etwas gesellschaftlich anerkanntem zu substituieren.

Das- ist doch nicht richtig!
Das- das verändert doch den Grund nicht!
Der jetzige Stand der Evolution erklärt doch auch nicht den Beginn des Lebens!Weiterlesen »

unkontrolliert

Ich weiß nicht, worüber ich denke, aber es scheint mich sehr zu beschäftigen.

Meine Lehrerin meinte, wenn es zu viel wird, sollte ich mir Hilfe holen.
Krass, was das für einen Einfluss auf mich hat. Wenn jemand das sagt.

Ich meinte, es ist unkontrollierbar, aber dass das wäre okay. Sie meinte, wenn es irgendwann nicht mehr okay ist, könnte ich mit ihr oder mit einer anderen Lehrerin darüber reden.

Aber ich schaffe es noch nicht einmal drüber zu schreiben.
Und schreiben fällt mir a lot easier than to talk about it.

Es gibt Sachen über die man singen kann, aber nicht reden. Die man malen kann, aber nicht aussprechen.
Wär ich Sängerin, würde ich mich schwer tun mit Aftertalks auf Konzerten und wär ich eine farbliche Künstlerin, dann könnte ich keine Interviews geben.

Interessanterweise bin ich Beides.
Nur nicht berühmt, zum Glück.

Also muss ich mich nicht erklären!

Weißt du, nicht alles muss einen Sinn haben. Nicht alles hat eine Motivation, manche Sachen passieren einfach. Ohne, dass man sie erklären will… oder kann.

Neulich- Sonntag. Nach der Nacht, in der ich nicht geschlafen habe, war ich bei meiner Mutter und sie sagte, es wäre doch toll, wenn ich mit meinem Geschreibsel Geld verdienen könnte. Oft wäre es ja nicht der Inhalt, sondern die Art wie.

Ne. Also ja, klar! -Aber ne.

Geld verdienen mit etwas, was mit der Person zusammenhängt, hat nie nur was mit der Sache an sich zu tun, sondern immer auch mit dem Macher. Und das… ne.

Ich möchte bitte nicht berühmt sein. Ein Großteil der Dinge, die ich mache, bauen auf Anonymität. Ich möchte nicht mein Leben verändern, um Geld zu verdienen.

Also, wenn du Geld mit meinen Texten verdienen möchtest, dann darfst du deinen Namen darunter schreiben und mir das Geld geben. Nur erzähl dann keine Scheiße, wie du dich dabei gefühlt hast, als du das schriebst. So wie in diesem Film Big Eyes.