Schulpoetry. NORMAL

Normal

Es ist normal viel zu früh aufzustehen
ins Bad zu gehen das
höflich-freundliche Lächeln
aufzusetzen
wieder wieder wieder in den Alltag zu hetzen

es ist normal
Sorgen und Leiden
mit Freunden zu besprechen sich
an flüchtigen Exbekannten über
Facebook zu rächen und

es ist normal
in der Hektik der Welt zu versinken
täglich
wieder wieder wieder vie – c’est la vie – in der Bahn zu
ertrinken.

Platzangst!

Es ist normal
zuzuhören und
dazuzugehören
lass dich durch Normen einschränken
lass die formen und einrenken
aber
sei bitte speziell, denn
alle hier sind individuell!

das ist normal.

Synthetische Farben – Blitzlichtgewitter
Drogenrausch, Konsummissbrauch, Tabakrauch
nimm 2 zahl 3

Vielleicht ist normal
nicht gleich
ideal?

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Schulpoetry ist geschriebenes, dass ich in/für der/die Lehr-,leer-, und Lernanstalt fabrizierte. Deshalb fehlt dort oft dieses treibende, aufgeregte, dass sonst oft in meinen Texten ist. Aber: schön, wenn es trotzdem gefällt!

~*Plus

Chemiehefter-Philosophie

Ich frage mich wie die Zukunft wird, kann aber gleichzeitig nur aus Sicht der Vergangenheit spekulieren.
Und eigentlich habe ich nur das JETZT um herauszufinden, was und wie beides war und sein wird.
Ich bin ein Schieberegler am Mischpult des Zeit DJs.
Wenn er meint, ich sollte lauter werden, mehr Einfluss haben, so gibt er mir mehr Leben. Ich pulsiere lauter in der Melodie der Zeit. Ob ich will, spielt keine Rolle.
Die Vergangenheit verklährt, von Vorstellungen und Erwartungen an die Zukunft, trüb geworden durch den Gedanken, dass ich schon immer das wollte, was ich jetzt will und milchig anzusehen wie durch einen Schleier aus Gefühlen aus dem JETZT. Weiterlesen »

Die Welt voller Blinder

Eine Tür knallt. Ich öffne die Augen. Schiele. Blinzel. Ich schiele immernoch, so langsam sortieren sich meine Augen. Diese Beine, die an meinem Körper festgettackert sind sehen von hier oben so dünn aus. Ich bin nicht sicher, ob ich sie bewegen kann. Es muss doch jemand durch die Tür hereingekommen sein? Hoffentlich will er nicht vorbei, dann müsste ich meine Beine wegziehen. Sie würden nicht von allein bei mir bleiben, ich müsste sie festhalten ich weiß nicht ob ich das schaffe. blinzel.Weiterlesen »