recap

Nur weil es hier sehr still war und ich wenig geschrieben hab, in den letzten beiden Monaten, heißt das nicht, dass nichts passiert ist.

folgendes

-Ich habe mir einen Therapieplatz gesucht. Habe mit Psychotherapeuten gesprochen und mit meiner Psychologie-Lehrerin.

-Ich habe entschieden, dass es okay ist, wenn ich einen kleinen Bauch habe, ich muss nicht flach sein. Essen ist okay und ich werde es nicht zum Problem werden lassen.

-Ich habe entschieden, dass ich noch nicht bereit bin, für Therapie.

Das Monster. Es manifestiert sich, wenn ich über es spreche. Ich will es nicht. Ich will es nicht verlieren.

Das Monster macht meine Kreativität aus. Ich liebe es. Und wenn es mich hinüberzieht in seine Parallelwelt und ich weder atmen, noch mich bewegen kann merke ich wie isoliert und zugleich abhängig ich von der Außenwelt bin.

Ich liebe, was es mir gibt. Ich hasse, was es mit sich bringt.

da ist sie wieder.
diese altbekannte
hin- und herreißende
Ambivalenz ❤

Ich bin noch zu wenig ich selbst, als dass ich mein Monster gehen lassen kann.

Und weil ebendies das essenzielle Ziel einer Therapie wäre, werde ich diesen Schritt (noch) nicht machen. Wie in einer abusive relationship kann ich nicht loslassen. Das Monster ist meine Heimat, was wäre ich ohne es?

Allein in mir.

Advertisements

„Von-Außen“ Weltsicht~Wutbekämpfung

Die Welt von außen, aus dem Weltraum zu sehen gibt vielen Menschen ein Gefühl der Machtlosigkeit, der Winzigkeit. Ich einzelne Unwichtigkeit des Individuums und vielleicht auch ein Gefühl der Kontrollverlustangst.

Manchen gibt die ganze Welt auf einen Blick aber auch ein Gefühl der Hoffnung. Weil man selbst sich nicht mehr so wichtig ist, und die eigenen Probleme in den Hintergrund des Gedankenwirrwarrs rücken.

Dieses Alles-in-den-Hintergrund schieben, weil es wichtiger ist, jedes andere Detail im Ur-Schlamm zu sehen, als nur sich selbst hilft mir in letzter Zeit extrem. Ich bin oft wütend, auch Grundlos. Die Wut-Hormone stauen sich in mir an und lassen mein Herz pochen lassen. Ich bin wütend, auf nichts bestimmtes, aus keinem bestimmten Anlass.
Und das nervt.

Wenn ich dann so einen Wut-Moment habe, der mich fast dazu bringt vollkommen die Kontrolle über meinen Körper abzugeben und alles kurz und klein zu schlagen und ich dann vielleicht sogar noch irgendeinen Anhaltspunkt finde, eine Person auf die ich die Wut begründen kann, half früher nur Fäuste ballen, kontrolliert atmen, nicht zuhören und alle Muskeln des Körpers an und wieder entspannen.
Kontrolle erzwingen.
Volle Konzentration auf meinen Körper und das Unterdrücken der Zerstörungswut.

Vor ein paar Wochen oder so, habe ich es dann mal anders versucht. Ich habe dieses Wut-Gefühl in meinen gesamten Körper strömen lassen. (Ich war allein in einem zugeschlossenen Zimmer mit Boxsack, da hätte eh nicht viel passieren können)
Ich habe die Wut bis in die Finger-, Haar- und Fußspitzen gefühlt und diese Energie vollkommen aufgenommen. Dann hab ich sie umgewandelt. Ich habe an Glück gedacht, an ein Gefühl, dass der Wut ähnlich ist, weil auch Glück manchmal in mir aufwallt und sich ausbreitet und einen dazu bringt, dem Körper die Kontrolle über sich selbst zu überlassen. Die Gedanken auszuschalten.
Ich dachte also an Glück.
Ich dachte an Momente meines Lebens, die meinen Kopf an die Decke fliegen lassen.
Ich dachte also an das Gefühl, das ich spüre, wenn ich die Welt von außen sehe.
Überwältigendes Staunendes Glück.

Und die Wut flaute ab. Sie verwandelte sich nicht in positives, aber das wäre auch zu schön und zu kitschig.

Ich schaffe es so langsam mich von Wut nicht mehr ausbremsen zu lassen.
Das ist wirklich wirklich schön.
Zwar habe ich auf diesem Blog noch nichts über Wut-Probleme geschrieben, aber wenn ich hier weiter mache, dann wird sich ein gewisser teil meiner Persönlichkeit hier einnisten und sehr glücklich werden. Sehr glücklich darüber, alles zu speichern und loslassen zu können. Einen Ort für mich zu haben.