Zwischenzeit

Zwischenzeit
Zwischen Zeitpunkten
sitz ich allein am Rand des periphäen Bewusstseins
Ich sitze hier und warte
darauf dass die Zeit vergeht.

Ich warte auf die Bahn.
Ich warte auf den Wind.
Ich warte auf den Spaß.
Ich warte auf den nächsten
Zeitpunkt.

Und in der Zwischenzeit?
In der Zwischenzeit sehe ich die Welt am Rand des Seins
vorbeiziehen.
In der Zeit zwischen der Zeit, was tu ich?
Zwischen den Punkten geh ich punkten.
Ich mach mir Freunde
und Welten in meinem Kopf. sortiere, archiviere, verwüste sie wieder.
Ich schrei in die Welt, dass mir langweilig ist.
Frag jeden, den ich kenne, wo er grad ist.
Ich käpfe verbittert darum, mehr Zeitpunkte zu aquirieren
und die wertlose Zeit in der nichts passiert zu minimieren!
Zwischenzeitlich versinke ich in Geschichten, die nicht meiner eigenen Endsprechen, die mir gefallen und vom Licht ins dunkel bringen berichten.
Ich warte auf den passenden Augenblick, auf das richtige Jetzt, auf den Augen-Blick.

Doch er kommt nicht.
sicher, ich hab nen Knick in der Optik, denn jetzt müsste es doch mal so langsam losgehen mit dem Spass. Und all den auf deiner Timeline aufgereihten Zeitpunkten.
Doch all die Versprechen sind im Eifer des Zeitgefächts vergessen und ich bemerke nicht, wie mir seitlich der Sinn wegrutscht, und er für immer verloren geht.

Was mache ich in der Zwischenzeit?
Ich muss sie nutzen.
muss sie ausfüllen
ich muss leben
weil meine Zeit knapp wird!
und weil ich Angst habe unterzugehen.

Jetzt ist der Ball ins Rollen gekommen und ich bleibe erstmal nicht mehr stehen.

Meine Zeitpunkte verkrümmen sich, doch die langersehnte Erlösung aus der Langeweile der Zwischenzeit kommt einfach nicht. Letztendlich ist sie vorbeigegangen. Die Zwischenzeit. Der Zeitpunkt hat punktuell mein Hirn angeregt, mich wach gemacht und nun ist er vorrüber. Meine Denkmaschine schaltet wieder in den Schlummermodus.

 

Eine Neue Zwischenzeit, steht zur Belustigung bereit. Sie hat sich neu eingenistet. Ist sie es wert vertrieben zu werden? Für kurze Augenblicke der parziellen Heldenhaftigkeit? Für kurzbemessene Zeitabschnitte voller einsamer Zweisamkeit.

Allein zwischen den Zwischenzeiten liegen zwei Zeitpunkte. Ineinander verschlungen und am Ende verschlungen vom Zwischenzeitmonster. Daraus entsteht ein knallendes Blitzgewitter, das man auch Leben nennt.

 

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Die Tauben von Berlin

warten.früh.morgens
warten.mitte.nachmittags

hab keine Whatsappgruppen zu checken
.keine mails zu lesen.
keine Fingernägel abzukauen
.keine Schuhe zu bestarren.
Ich hab keinen Fehrnseher zu beglotzen
Ich hab keine Werbetafeln anzurotzen
.ich hab keine Menschen anzuschmachten.

Ick hab quasie nix zu tun.

Und desshalb schalte ich das beste Programm ein, dass im Bahnhofs-TV läuft.
Tauben –
tag und nacht.
Flatternd-flüchtig,
neugierig-hüpfend
schreckerfüllt-zurückzuckend
So nehmen sie die Aufgabe der Vertreibung der Langeweile aus den Gedanken der unkreativen, unsozialen Bevölkerungsschicht auf sich.

Und weil ich diese, eine, beste Unterhaltung schon seit Jahren genieße, hatte ich kein Problem damit, als sich ein Pärchen dieser beflügelten Dreckmacher auf meinem Balkon eingenistet hat.
Ja, sie stehen früh auf und sind den lieben langen Tag am kreischen und flattern, um ihren Nachkommen ein nettes Zuhause zu bereiten. Aber sie fliehen doch auch nur vor Stacheldraht auf Sitzstangen und Stahldachstreben.
Also warum ihnen nicht eine Brutstelle geben?

Auf die Zukünftigen Berliner Stadtvögel, die Dreck und Lachen und alte Taubenvergifter glücklich machen.

AG-Stadttauben-Steele
Foto: Tauben aus Essen. Von „derwesten.de“

Die Welt voller Blinder

Eine Tür knallt. Ich öffne die Augen. Schiele. Blinzel. Ich schiele immernoch, so langsam sortieren sich meine Augen. Diese Beine, die an meinem Körper festgettackert sind sehen von hier oben so dünn aus. Ich bin nicht sicher, ob ich sie bewegen kann. Es muss doch jemand durch die Tür hereingekommen sein? Hoffentlich will er nicht vorbei, dann müsste ich meine Beine wegziehen. Sie würden nicht von allein bei mir bleiben, ich müsste sie festhalten ich weiß nicht ob ich das schaffe. blinzel.Weiterlesen »

Blogging 101: Make a Prompt Personal ~ Tag 11

Ein Promt ist, wenn ich es richtig verstanden habe eine Art Aufgabe, eine Frage, die man beantworten kann, wenn man etwas schreiben will, aber einem die Inspiration fehlt. Ich mache das, aber im Ramen dieses Kurses. Normalerweise würde ich einfach nichts schreiben, wenn mir nichts einfällt.
Basta.

Was tue ich, wenn ich viele Dinge auf einmal, in einem stark begrenzten Zeitraum erledigen muss?

Das ist witzig, weil ich in dieser Situation, genau JETZT bin. Und es ist bedenklich, weil ich ja gerade dashier schreibe, und nicht daran arbeite den Stapel zu verkleinern. Im Moment warte ich darauf, dass ein Video sich fertig exportiert hat. Kennst du das: du weißt, dass du noch so viel Zeugx machen muss, aber nicht sofort machen kannst, weil du auf irgendwas wartest? Auf den Drucker, auf die Bahn, auf einen Menschen, auf ein Video, dass sich immernochnicht exportiert hat? Eigentlich könnte ich in dieser Zeit etwas anderes machen, oder.. schlafen, aber das geht nicht. Es könnte ja jeden Moment fertig sein. Dieser Zustand des hektischen Wartens ist das schlimmste. Normalerweise setze ich mich kurz vor dem Abgabetermin hin, und mache wasauchimmer in einem Zug fertig. Ich fange an, Kopfhörer auf die Ohren, Stift in die Hand (meistens hat es was mit schreiben/Zeichnen zutun), einen sehr großen schokoladevorrat neben mir und dann los. Ohne Pause, so lange bis es abgearbeitet ist. Dann das Nächste. Ich bin dieser unter-druck-arbeite-ich-besser-Typ. Deshalb bin ich alleine auch besser, wenn ich mir meine Zeit einteilen kann, ohne Rücksicht auf andere. Und ich bin eben nicht immer kreativ, sondern meistens von 2-4 uhr Nachts, da habe ich meine kreative Hochphase.